Die doppelte Verneinung

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by Arthur
This is a Chapter of the Story Aus dem Leben eines verrückten Sachsen. Go back to the previous Chapter

Nichts kann mich mehr nicht aufhalten!
Moment mal! Heißt das nicht, dass alles mich aufhalten kann? Nichts kann mich mehr nicht aufhalten, außer mein Sauger. Also kann mich alles aufhalten, außer mein Sauger. ALSO KANN MICH MEIN SAUGER NICHT AUFHALTEN!
Ich war nun voller Energie. Mit quietschenden Reifen raste ich um die Kurve und trat auf die Bremse. Ich kam vor einer Apotheke zum stehen. Noch eben ein paar Blutdrucksenker nachkaufen, dann würde es schon gehen. Drinnen stand bereits ein junger Mann mit großen Augen und dunklem, wahrscheinlich gefärbtem Haar und sprach mit der Apothekerin. Mit selbstbewusstem Lächeln lässig über den Tresen gebeugt klatschte er ihr Rezept vor die Nase. "Faltings mein Name. Gerd Faltings. Bräuchte hier ein paar Zopen. Die doppelte Dosis." Die Apothekerin sah in prüfend an und hielt das Rezept ins Licht. "Alles klar. Die habe ich bestimmt..ähhm..hinten im Lager. Kann eine Weile dauern, bis ich sie geholt habe. Nicht wegrennen!"
Sie eilte nach hinten. Verdammte Tat! So lange konnte ich nicht warten. "Hey Bursche, ich brauche Blutdrucksenker! Jetzt muss ich deinetwegen ewig warten!" Der Mann sah mich forsch an und rief: "Bursche? Ich bin bekannter Mathematiker und Philosoph!" Immerhin trug er ordnungsgemäße seine Maske. So sah ich von weiteren Vorwürfen ab und wartete. Mehrere Minuten später war die Apothekerin allerdings immer noch nicht da und der junge Mann wurde langsam ungeduldig. Auf einmal ertönte von draußen eine Sirene. Der Man schreckte hoch und stürmte nach draußen. Ich sah gerade noch, wie er bei einem anderen jungen Mann mit lockigem Haar ins Auto sprang, dann fuhren die beiden mit quietschenden Reifen davon.
Kurz darauf kam die Apothekerin wieder nach vorne. "Hab's gefunden, Herr Faltings!"
Sie blickte sich verwirrt um, als selbiger nicht mehr zu sehen war. "Der hat die Biege gemacht. Diese Jungend von heutzutage!"
"Reden sie nicht so herablassend, das war ein berühmter Mathematiker!", antwortete die Apothekerin zu meiner Überraschung. Doch ich wollte mich nicht länger aufhalten lassen, und so verließ ich wenige Minuten später mit meinem Medikamenten die Apotheke und fuhr nach Hause.
So, jetzt würde ich mich den saugenden Übeltäter nochmal vorknöpfen!


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