Die Ränder der Normalverteilung

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by LaLe
This is a Chapter of the Story Endlich wieder frei. This is the first Chapter.

An diesem Freitagabend ging Laura alleine in die Disko. Das lag nicht etwa an einem Mangel an Freunden; im Gegenteil, einige Freundinnen hatten sie gefragt, ob sie Lust auf einen Filmabend hätte. Aber sie hatte das abgelehnt: Sie fühle sich heute nicht so gut, habe Kopfschmerzen.

Laura war Mitte 20, hatte vor einem Jahr ihren Master in VWL abgeschlossen und arbeitete jetzt in der Marketing-Abteilung einer Software-Firma. Im Prinzip hatte sie jetzt ein entspanntes Leben. Aber gerade das störte sie manchmal: das Gefühl, die großen Abenteuer ihres Lebens seien jetzt vielleicht vorbei. Große berufliche Ambitionen hatte sie eigentlich auch nicht. Dieser Freitag war so ein Tag, an dem sie eine Art Stich im Hinterkopf spürte, eine plötzliche Einsicht in die Tatsache, dass sie von nun an vielleicht ein Spießer sein würde. Das wollte sie nicht akzeptieren – und ging alleine in die Disko.

Auf der Tanzfläche angekommen genügten ihr zwei Cocktails, um volle Fahrt aufzunehmen. Laura hatte die Tanzarena voll verstanden: Sie tanzte elegant und erregte Aufmerksamkeit, wirkte dabei aber bewusst ganz unbewusst, so als tanze sie nur für sich selbst und die anderen seien ihr egal. Nach einer halben Stunde öffnete sie ihre Aufmerksamkeit nach außen und stellte fest, dass viele Männerblicke auf sie gerichtet waren. Sie erwiderte einige der Blicke und begann, mit einigen der Männer zu tanzen. Sie fing zuerst mit denen an, die sie eigentlich uninteressant fand, tanzte einige Minuten mit ihnen, und zog sich dann wieder zurück um mit dem nächsten Mann zu tanzen. Mit jedem Mann, den sie auf diese Weise ablehnte, stieg ihr Marktwert. Unter den Männern, die das Schauspiel beobachteten, hatten nur noch die besonders Selbstbewussten überhaupt Lust, sich darauf einzulassen. Darunter war auch Robert, ein Typ in Ihrem Alter mit Cappy und süßem Blick.

Drei Stunden später: Laura und Robert machten es sich auf seinem Bett gemütlich. Sie küssten sich lustvoll und zogen sich langsam gegenseitig aus, bis beide nur noch in Unterhose da lagen. Laura hatte schon länger keinem Typen mehr einen geblasen und wurde ziemlich geil bei der Vorstellung, es endlich mal wieder zu tun. Sie genoss daran vieles:
Das Gefühl der Macht über den Mann, der ihrer Kiefergewalt schutzlos ausgeliefert ist.
Die Erregung des Penis, den sie in ihrem Mund spüren kann.
Dann das pulsieren beim Orgasmus.
Und schließlich noch das Gefühl, etwas “Versautes” zu tun, wenn sie das Sperma schluckt.
Es sind solche Momente, in denen sie sich kurz insgeheim wünscht, gefilmt zu werden und von ihren Freunden und ihrer Familie beobachtet zu werden, um eine andere Seite ihrer Persönlichkeit zu zeigen, die im Alltag so Tabu scheint.
Laura kniete sich vor Robert, der leicht angespannt, aber auch positiv erwartungsvoll zusah, wie sie langsam seine Boxershorts tiefer zog.

An dieser Stelle ist vielleicht ein Einwurf angebracht: Penisse können für einen großen oder kleinen Überraschungsmoment sorgen. Wenn man denn will, könnte man sagen, dass Brüste ein gutes Pendant zu Penissen sind. Sie sind ebenfalls Geschlechtsmerkmale und weißen ebenfalls eine im Vergleich zu anderen Körperteilen absurd hohe Größenvarianz auf. Aber es gibt einen entscheidenden Unterschied: Die Größe der Brüste ist, im Wesentlichen, bereits vor der Offenbarung im Bett in Annäherung bekannt.
Es folgen einige Fakten über Penisse – alle Daten stammen von https://calcsd.bitballoon.com/ und unterscheiden sich zum Teil von Daten in anderen Studien. Alle Daten beziehen sich auf erigierte Penisse. Die durchschnittliche Penislänge (gemessen an der Oberseite) ist 14,32 cm. Der durchschnittliche Umfang beträgt 11,80 cm. Wenn der Umfang dir groß vorkommen sollte, dann teile die Zahl durch 3. Dann erhältst du den ungefähren Durchmesser von knapp 4 cm, der gar nicht mehr so monströs wirkt.
Selbstverständlich sind sowohl Länge als auch Umfang ziemlich normalverteilt, weswegen zu erwarten ist, dass einige Männer mit deutlich größeren oder kleineren Penissen ausgestattet sind. Was heißt das genau? Das bedeutet, dass ca. 1 % der Männer einen Penis mit einer Länge von mindestens 18,7 cm aufweisen, und außerdem 1 % einen Penisumfang von mindestens 15,4 cm haben. Letzteres entspricht einem Durchmesser von etwas mehr als 5 cm. Penislänge- und Umfang sind außerdem positiv korreliert, genaue Daten dazu sind aber schwer zu finden. Es scheint aber nicht unwahrscheinlich, dass eventuell mindestens einer von 1000 Männern sowohl in Länge als auch Umfang in die Top 1 % fällt. Das Volumen ist dann 2,2 mal so groß wie das eines durchschnittlichen Penis.
Schauen wir uns nun das untere Ende des Spektrums an: Ca. 1 % haben einen Penis mit einer Länge von höchstens 9,9 cm. Außerdem haben 1 % einen Penisumfang von maximal 8,2 cm, also einen Durchmesser von weniger als 3 cm. Wenn wir wieder beide Eigenschaften miteinander kombinieren, kommen wir auf ein Volumen von 30 % des Durchschnittspenis.
Man beachte bei all diesen Betrachtungen, dass wir keine absolut seltenen Fälle vorliegen haben: Jedes mal, wenn man durch eine Einkaufsstraße einer großen Stadt läuft, gehen sicherlich mehr als 1000 Männer an einem vorbei. Wenn wir davon den kleinsten und größten miteinander vergleichen, ist der Quotient der Volumina womöglich sechs oder größer. In Deutschland leben rund 34 Millionen erwachsene Männer. Man kann sich also gut vorstellen, was sich am unteren und oberen Rand der Größe noch alles abspielt. Um die Phantasie etwas weiter anzuregen: Der Penis des Amerikaners Jonah Falcon hat eine Länge von 34 Zentimeter. Es ist außerdem möglich, im Internet Bilder von Penissen zu finden, die so kurz sind, dass sie gar nicht unter der genitalen Haut hervortreten können. Das rechtfertigt hoffentlich, dass ich zu Beginn behauptet habe, Penisse würden im Vergleich zu anderen Körperteilen eine besonders große Varianz aufweisen.

Laura hatte noch nie über die Größenverteilung von Penissen nachgedacht. Bis vor wenigen Sekunden hätte sie auch gesagt, die Größe sei vollkommen egal. Nun kniete sie aber vor dem vollkommen nackten Robert. Etwas zögerlich und unsicher lächelte Laura Robert an und sagte: “Da kann’s wohl einer kaum noch abwarten!”


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