Klöße Fritz ist scheiße

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by Kaya
This is a Chapter of the Story Aus dem Leben eines verrückten Sachsen. Go back to the previous Chapter

Schnell ich musste mir irgendwas einfallen lassen, damit er bloß nicht ins Buch guckte. Scheiße! Mein Gehirn war leer. Nichts kam mir in den Sinn. ich hörte förmlich das Echo in meinem Hirn. "Klöße Fritz ist scheiße." Ich bereute die Worte schon direkt nachdem sie meinen Mund verließen. Wie konnte ich sowas nur sagen? Ich liebte Klöße Fritz. Er dachte, dass ich ihn zu den Konzerten begleitete, weil ich als Vater nett sein wollte. Aber nein! Irrtum! Ich wollte Klöße Fritz sehen! Ich liebte ihn und habe ein Poster von ihm an meiner Wand hängen! Ich bin ein viel größerer Klößi als Sohnemann es jemals sein wird! Er ist doch gar nicht zu Klöße Fritz Anfängen groß geworden. Er weiß doch gar nicht, was es bedeutet ein Klößi zu sein. War er auf seinem ersten Konzert? I doubt it! Ich war es. Auf allen vieren. Ich habe sogar die Sonderedition "Blöße mit Fritzs Klöße". Hat er die? I doubt it! Niemals wird er das Daseins eines Klößi verstehen. Niemals..
"Was hast du gerade gesagt?", entgegnete Sohnemann. " Hast du Klöße Fritz gerade als scheiße bezeichnet? Für wen hälst du dich eigentlich? Also ob du weißt, was guter Musikgeschmack ist? Du hörst Hans Entertainment! Du hast überhaupt keine Ahnung. Der Hans ist scheiße. Da hast du's! Jetzt habe ich's gesagt!" Ich erschrack über die Boshaftigkeit des Sohnemannes. Nicht nur war ich auch ein Fan von Hans Entertainment, Hans Entertainment ist Manfred. Und das steht auch im Buch. Egal, wie sehr es mir weh tat, ich musste weiter machen. "Sei stark", sagte ich mir. " Klöße Fritz ist scheiße. Ja, Sohnemann. Zum ersten Mal spreche ich es aus. Es wird Zeit, dass ich dir die Wahrheit sage." Ich stellte mich mit verschrenkten Armen vor ihn. Ich brauchte dieses scheiß Tagebuch zurück, ohne, dass er misstrauisch wurde. "Hast du dir mal angesehen, wie er aussieht.? Er hat Haare im Gesicht." " Wie kannst du nur?", schrie der Sohnemann. Er umklammerte das Tagebuch und zeigte mit seinem Zeigefinger auf mich. "Du weißt ganz genau, dass Klöße Fritz mein Idol ist. Ich will so sein, wie er. Ich will so aussehen, wie er. Findest du mich jetzt also auch scheiße?" Ohje. Ich wollte meinen Sohnemann nicht verletzen, aber ich brauchte das Tagebuch zurück. "Ok Sohnemann. Es tut mir leid. Ich weiß, dass dir Klöße Fritz viel bedeutet, aber weißt du, dass es mich verletzt, wenn du so groß immer Klöße Fritz redest. Ich fühle mich dann immer minderwertig als dein Vater. Verstehst du. Er ist großartig. Er ist ein Star. Es tut mir leid Sohnemann." Der Sohnemann beruhigte sich. "Alles gut Papa. Du hast ja sogar an meinen Geburtstag gedacht und ich habe dieses Tagebuch von dir bekommen, dass bedeutet mir schon viel." Scheiße, das Tagebuch. "Sohnemann, ich erzähle dir jetzt eine Geheimnis." Für einen Moment atmete ich tief ein und wieder aus. Die Blöße, die ich mir gleich geben werde ist hart. Die Stille legte sich wie ein Schleier über uns. Ein Schleier so dünn, dass man ihn erst gar nicht bemerken würde, aber er ist da und liegt über einen. "Sohnemann..." "Ja, Vater?" Schweigen. "Ich Bin Ein Klößi."


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