Ein Nachbar namens Graber

18

by Arthur
This is a Chapter of the Story Aus dem Leben eines verrückten Sachsen. Go back to the previous Chapter

Eine Stunde später saß ich auf dem Wohnzimmerboden und aß Mayonnaise mit Käsesauce. Plötzlich hörte ich ein Geräusch. Jemand hatte sich scheinbar den Türgriff der Haustür gegrabscht und daran gezogen. Ergo: Jemand hatte die Haustür aufgemacht und war in mein trautes Heim eingedrungen! Einbrecher! Die Russen kommen!! Nein, noch schlimmer: Baumarkt-Fachangestellte!!!
Ich brauchte etwas, irgendwas, um mich zu verteidigen. Mein Laubsauger! Leider war ich nicht mal mehr dazu in der Lage, meine Mayo-Käse "Suppe" zu essen, ohne dabei wie ein Steinzeitmensch gebückt auf dem Boden zu knien. So war ich komplett wehrlos, als die Gestalt in mein Wohnzimmer trat.
Doch dann sah ich zu meiner Überraschung ein bekanntes Gesicht. Es war mein Nachbar, der gute Fred Graber. Ein netter Kerl, aber dafür bekannt, ein notorischer Schnorrer zu sein. Wobei Schnorrer es vielleicht nicht ganz traf. Wo es was abzusahnen gab, war er nicht weit. Oder besser gesagt: Wo er der Meinung war, dass es was abzusahnen gab, da zog es ihn und seine gierigen Griffel hin. Und er war meistens dieser Meinung.
So trat er wie selbstverständlich in mein Wohnzimmer und schnappte sich mit einer Greifzange das glühende Kraut aus dem Kamin. Er hatte eine Rolle Backpapier dabei und wickelte es darin ein. Ich sah im bloß mit großen Augen zu. Der Mann wusste wirklich, was er tat. Dabei konnte ich sogar meinen Ärger mit dem Laubsauger vergessen...


Continue the Story

Tags
graber