Erfolg gebührend feiern

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by Arthur
This is a Chapter of the Story Aus dem Leben eines verrückten Sachsen. Go back to the previous Chapter

Das schrie nach einer fetten Party! Begeistert stürzte ich zum Rechner, um ein Event auf Facebook zu erstellen. Mein Sohnemann hatte mir einen Account gemacht, er meine, er wüsste ja, was gut für mich sei. Also fing ich an zu formulieren. Leider waren Satzzeichen nicht mein Stärke, also lies ich sie grundsätzlich weg. Aber wer brauchte die auch schon? Es war doch auch so ganz klar alles eindeutig, was ich schrieb: "Wollte ihr wissen was ich geschafft habe WOLLT IHR ES WIRKLICH WISSEN MEIN LAUBSAUGER GEHT IN DREI TEUFELS NAMEN DER GEHT
Kommt alle vorbei essen und trinken gehen aufs Haus klettern können wir auch."
Klar, so gut, ich drauf war, würde ich mir bestimmt meine Bergsteiger Ausrüstung schnappen und die Expedition zum Schornstein wagen. Das hatte ich schon Mal gemacht - war der absolute Party Hit. Ich, mit strammen Lederhosen, und einem Bier in der linken, auf der Leiter...
Einige Stunden später war alles angerichtet und einige Gäste bereits eingetroffen. Ich hatte mir bereits mein Partyoutfit angezogen: unten rum ein paar etwas zu kurze braune Turnschuhe und eine eng anliegende Lauftight, damit ich beim Tanzen nicht zu sehr in schwitzen kommen würde. Obenrum ein weißes Hemd - damit ich auch schick aussehen würde, und auf meinem Kopf ein rosa Anglerhut für den selbstbewussten Kontrast. Der Manfred würde begeistert sein...
Ich blickte mich um. Ich sah meinen Nachbarn Graber, tief ins Gespräch verwickelt mit seinem Kumpel Karl. Leider konnte ich nicht verstehen, was sie sagten - Karl, der komischerweise als einziger bis jetzt etwas zu trinken mitgebracht hatte, und zwar einen Korn, hatte die Musik auf volle Lautstärke gedreht. Klassische Musik. Untypisch, aber nicht unangebracht, wie ich zufrieden dachte. Außerdem hatte Karl darauf bestanden - er meinte, wegen seines Namens habe er die ehrenvolle Verpflichtung, stets lauter Bach zu hören als alle anderen. Grinsend beschloss ich, schon Mal etwas vorzuglühen, bevor die restlichen Gäste kamen...

Einige Stunden später stieß ich mit meinem neuen besten Kumpel, einem Mann namens GERHARD, an, und sang begeistert die Titelmelodie der Gummibären Bande, während ich mein bestimmt schon zehntes Bier hinunter stürzte. Gerhard war ein beeindruckender Zeitgenosse - er spielte beruflich das größte Blasinstrument der Welt - die Orgel - und konnte außerdem nicht nur in jeder Hand zwei Biere halten und sich aus allen vier gleichzeitig jenen goldenen Nektar in den Mund kippen - nein, er war tatsächlich schon ein echter Akrobat. Denn auch mit den Zehen seiner Füße konnte er je zwei Krüge halten - und er besaß sogar dir Beweglichkeit, sich auch damit das Zeug direkt in dem in den Hals zu schütten.
Gerhard prostete mir mit seinen acht Krügen zu: "Sachse, du bist ein Hammer Typ! Klasse, dass heute alle Getränke auf dich gehen!"
Moment Mal! Alle Getränke auf mich? Ich merkte, wie ich rot anlief. Der ganze Stress mit dem Laubsauger kam wieder hoch. Was sollte dass den heißen? Davon war doch nie die Rede gewesen! Alle wollten einen nur verarschen, Baumärkte, Elektronikgeschäfte, und seit neuestem auch noch Orgelspieler!


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